Haus.Kauf.Verkauf. | #34

Käufer bietet weniger – jetzt nachgeben oder besser warten?

Warum nicht das höchste Angebot, sondern das Gesamtpaket über einen erfolgreichen Immobilienverkauf entscheidet.

Haus.Kauf.Verkauf. | Der Immobilienpodcast

Folge: #34

Stand: September 2026

KURZBESCHREIBUNG

Ein Interessent möchte Ihre Immobilie kaufen, bietet aber weniger als den angesetzten Kaufpreis. Sollten Sie entgegenkommen oder auf einen anderen Käufer warten?


Nicht jedes niedrigere Angebot ist ein Verhandlungsversuch. Manchmal akzeptieren Interessenten den Preis durchaus, stoßen aber bei der Finanzierung an ihre Grenzen.


In dieser Folge sprechen wir darüber, warum viele Anfragen nicht automatisch zu höheren Kaufangeboten führen, wann Preisnachlässe nachvollziehbar sind und weshalb Kaufpreis, Finanzierung und die Zusammenarbeit zwischen Käufer und Verkäufer zusammenpassen müssen.


HINTERGRUND

Gute Nachfrage – aber wo bleiben die passenden Kaufangebote?

Eine Immobilie wird angeboten, das Exposé weckt Interesse und zahlreiche Besichtigungstermine werden vereinbart.

Für Eigentümer klingt das zunächst vielversprechend. Vielleicht finden sich sogar mehrere Käufer, die bereit sind, sich gegenseitig zu überbieten.

Doch eine hohe Nachfrage bedeutet nicht automatisch, dass die Interessenten den gewünschten Kaufpreis tatsächlich finanzieren können.

Gerade bei älteren Immobilien kommt zum Kaufpreis häufig weiterer Finanzierungsbedarf hinzu. Modernisierungen, mögliche Beräumungsarbeiten und individuelle Veränderungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Dabei ist entscheidend, welche Kosten bereits bei der Preisfindung berücksichtigt wurden.

Ist der Modernisierungsbedarf schon eingepreist, können dieselben Arbeiten nicht ohne Weiteres erneut als Begründung für einen vollständigen Preisabschlag herangezogen werden.

Anders sieht es aus, wenn sich nachträglich etwas herausstellt, das den Kaufpreis tatsächlich beeinflusst.

Und dann gibt es noch eine ganz andere Situation: Ein Interessent findet den Preis angemessen, kann ihn aber zusammen mit den notwendigen Investitionen nicht finanzieren.

Wenn mehrere ernsthafte Interessenten an ähnlichen finanziellen Grenzen scheitern, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Marktsituation.

Welche vergleichbaren Immobilien stehen aktuell zur Auswahl? Welche Alternativen haben Käufer? Und wie realistisch ist es, kurzfristig einen weiteren finanzierungsfähigen Interessenten zu finden?

Diese Fragen sind für die Kaufpreisverhandlung mindestens genauso wichtig wie die Höhe des ersten Angebots.

UNSERE EINSCHÄTZUNG

Nicht jeder Preisnachlass ist ein Verlust

Bei Kaufpreisverhandlungen betrachten wir nicht allein den angebotenen Betrag, sondern die gesamte Verkaufssituation.

Ein niedriges Angebot bedeutet nicht automatisch, dass die Immobilie zu teuer angeboten wurde. Genauso wenig rechtfertigt eine hohe Nachfrage die Erwartung, dass Interessenten sich gegenseitig überbieten werden.

Entscheidend sind die tatsächliche Kaufbereitschaft, die aktuelle Marktsituation und die Finanzierbarkeit.

Durch unsere langjährige Erfahrung im Immobilienverkauf und in der Baufinanzierung können wir beide Seiten betrachten: die Preisvorstellungen des Verkäufers und die finanziellen Möglichkeiten des Käufers.

Dabei geht es uns nicht darum, aus einer Kaufpreisverhandlung einen Wettbewerb zu machen oder unbedingt den letzten Euro herauszuholen.

Manchmal ist es sinnvoll, beim angesetzten Kaufpreis zu bleiben. In anderen Situationen kann eine überschaubare Einigung den gesamten Verkaufsprozess erheblich erleichtern.

Denn zu einem erfolgreichen Immobilienverkauf gehört mehr als ein hoher Kaufpreis.

Der Preis muss passen. Die Finanzierung muss funktionieren. Und auch die Chemie zwischen Käufer und Verkäufer sollte stimmen.

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, bestehen gute Chancen, den Verkauf vom Kaufangebot über den Notartermin bis zur Übergabe zügig und reibungslos abzuschließen.

Und genau das ist unser Ziel: ein Ergebnis, mit dem am Ende alle Beteiligten zufrieden sind.
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Wir unterstützen Sie bei der realistischen Preisfindung, der Vermarktung, der Prüfung von Kaufangeboten und der Begleitung bis zur Übergabe.
Zuhause beginnt mit Vertrauen.
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Bei uns geht es nicht um schnellen Verkauf.


Es geht um gute Entscheidungen.



Wir hören zu. Wir beraten ehrlich.


Und wir bleiben an Ihrer Seite – bis alles passt.

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Fragen & Antworten FAQ

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Und damit Sie uns jederzeit erreichen, unterstützt uns unsere digitale Assistentin Helga.

Häufige Fragen zum Thema


Nein. Ein Kaufangebot ist zunächst die Grundlage für eine mögliche Verhandlung.


Ob ein Preisnachlass sinnvoll ist, hängt unter anderem vom angesetzten Kaufpreis, der tatsächlichen Nachfrage und der Finanzierungssituation des Interessenten ab.


Entscheidend ist, ob das Angebot unter Berücksichtigung der gesamten Marktsituation eine vernünftige Grundlage für den Verkauf darstellt.


Mehr zum Thema: Podcast #18 – Warum Käufer Ihr Haus anders sehen


Wie unterschiedliche Preisvorstellungen entstehen und warum die persönliche Sicht eines Eigentümers nicht immer mit der Marktsituation übereinstimmt.

Nein. Viele Anfragen und Besichtigungen zeigen zunächst, dass eine Immobilie Interesse weckt.


Entscheidend ist jedoch, wie viele dieser Interessenten tatsächlich bereit und finanziell in der Lage sind, den gewünschten Kaufpreis zu bezahlen.


Deshalb betrachten wir nicht allein die Anzahl der Anfragen, sondern auch die konkreten Kaufangebote und die Finanzierungsmöglichkeiten.


Mehr zum Thema: Podcast #10 – Warum kauft das keiner?


Welche Rolle Preisgestaltung, Präsentation und Verkaufsstrategie für einen erfolgreichen Immobilienverkauf spielen.

Ja. Kaufbereitschaft und Finanzierbarkeit sind zwei unterschiedliche Dinge.


Bei einer Baufinanzierung spielen unter anderem Eigenkapital, Einkommen, monatliche Belastung und die Bewertung der Immobilie durch die finanzierende Bank eine Rolle.


Hinzu kommen Kaufnebenkosten und gegebenenfalls notwendige Modernisierungsmaßnahmen.


Ein Interessent kann den Kaufpreis daher durchaus akzeptieren und trotzdem an eine finanzielle Grenze stoßen.


Mehr zum Thema: Podcast #8 – Finanzierung richtig timen


Warum die richtige Abstimmung zwischen Immobilienkauf, Finanzierungszusage und Notartermin wichtig ist.

Ein Käufer kann selbstverständlich ein entsprechendes Angebot unterbreiten. Ob der verlangte Preisnachlass nachvollziehbar ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.


Wurden der Zustand der Immobilie und notwendige Arbeiten bereits bei der Preisfindung berücksichtigt, können diese Kosten nicht einfach noch einmal vollständig abgezogen werden, ohne die ursprüngliche Preisfindung zu hinterfragen.


Anders ist die Situation, wenn nachträglich bislang unbekannte Mängel festgestellt werden, die den Wert tatsächlich beeinflussen.


Mehr zum Thema: Immobilienmarkt 2026 – Preise und Verkaufsentscheidungen


Warum Lage, Zustand und die jeweilige Marktsituation gemeinsam betrachtet werden müssen.

Nicht unbedingt. Ein besonders hohes Angebot hilft wenig, wenn die Finanzierung anschließend nicht zustande kommt.


Neben der Angebotshöhe spielen die Bonität des Käufers, die Finanzierungssicherheit und die vereinbarten Bedingungen eine wichtige Rolle.


Auch die Zusammenarbeit zwischen Käufer und Verkäufer kann den weiteren Ablauf erheblich beeinflussen.


Mehr zum Thema: MICHELSEN + BINDER – Immobilienverkauf und persönliche Begleitung


Wie wir Eigentümer von der Preisfindung bis zum Abschluss des Immobilienverkaufs begleiten.

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